Lebensfreude

 

 Gedichte - Auswahl  

Tanzen macht froh und ist gesund,
sagt seit je des Volkes Mund
ganz besonders für die Alten,
glättet Kummer,  Ärger,  Falten.
Lustig schnattert rings die Runde
vor des Tanzens großer Stunde,  
alles hört mit gespannten Sinnen, 
wie der Tanz ist richtig zu beginnen.

  
Erst mal mit den Innen- und Außenfüßen, 
heißt es höflich und sich grüßen.
Jeder Fuß ist mit bedacht,
bei mir stets außen angebracht.
Innen will mir scheinen,
hab ich doch tatsächlich keinen.

Auch darf man beim Tanz nicht dösen,
 muss verzwickte Ketten lösen.


Während wir im Trabe hecheln, 
heißt es dann noch lächeln, lächeln.

Handtour links- und rechtsherum sich hetzen, 
dann noch Plätze wechseln
und die Dame taucht mit Chick und Charme, 
unten durch des Herren Arm, 
traut sich mutig weiter vor, 
geht mit flotten Schritten durch das Tor.
  
Meint man mit der Tour der Hände
das Mysterium sei zu Ende,
und man hätte eine Pause
und zur Stärkung eine Jause
um den Ärger fortzuspülen,
 heißt es jetzt noch linke Mühlen,
oder auch noch mit der Rechten,
die den Rest total verflechten.

 

Frei nach Wilhelm Busch, 
geht die Zeit vorbei husch husch
und TIPP und Schwung, im Polka-Reigen
jetzt den Stern und vornehm sich verneigen.
Klick und Klack und Seit und Swing, 
taumelt man als Schmetterling
bei des Tanzes frohem Wandern 
aus dem einem Arm zum Andern.

 

Tanz gehört seit je mit Nichten 
zu den beschwerlich schönen Pflichten
         frisch, fröhlich und adrett,

                                     schwebt man ganz leicht über das Parkett,
                             bleibt beweglich und in Schwung,
                                  fühlt sich trotz der Falten  jung.

               Tanz ist mehr als Medizin,
                        traurig währ das Leben ohne Ihn

                        Freude ist Naturgewalt 
                            und wer noch tanzt, wird niemals ALT